Category Archives: Immogold Kultur

Sizilien-Urlaub ohne die Mafia: Addiopizzo erhält Bremer Friedenspreis

Im November 2017 wurde die sizilianische „Addiopizzo“ mit dem Bremer Friedenspreis der Stiftung „Die Schwelle“ ausgezeichnet und konnte sich zusammen mit 2 weiteren Preisträgern unter 65 Nominierten durchsetzen.

Die Stiftung unterstützt und initiiert soziale, Umwelt- und Menschenrechtsprojekte und würdigt mit der Verleihung des Friedenspreises das Engagement der Antimafia-Organisation. Bereits 714 Unternehmer gibt es auf Sizilien, die offen sagen: „Ich zahle kein Schutzgeld“.

Seit Mitte Februar 2012 zählt “Addiopizzo” (“Schutzgeld ade”) diese stolze Zahl an mutigen Geschäftsinhabern, die der Cosa Nostra trotzen. Und das kommt auch dem Urlauber zu Gute. So haben allein in der Provinz Palerm:

24 Restaurants,

13 Reiseagenturen,

4 Hotels,

10 Bed&Breakfasts,

5 Agriturismohöfe,

5 Ferienhausvermieter und

19 Lebensmittelläden dem “Pizzo” Lebewohl gesagt.

Für die Incoming-Agentur “Addiopizzo Travel”, die der Antimafia-Verein vor 3 Jahren ins Leben gerufen hat und die thematische Touren durch Sizilien anbietet, bedeutet die größere Auswahl an Unterkünften und weiteren touristischen Leistungsträgern auch mehr Service und Qualität für den Gast. Seit 2004 stärkt der Verein Addiopizzo Händler und Unternehmer, die sich der Mafia widersetzen wollen, und klärt Konsumenten über schutzgeldfreie Läden und Betriebe auf.

 

Weitere Infos: Addiopizzotravel

Die größte Leonardo da Vinci-Schau zur Expo 2015 in Mailand

Vom 15. April bis 19. Juli findet im Palazzo Reale in Mailand die umfassendste Ausstellung zu Leonardo da Vinci statt, die jemals in Italien realisiert wurde. In 12 Sektionen präsentiert die Schau mit dem Titel „Leonardo 1452 – 1519“ die verschiedenen Aspekte des Schaffens des UniverLeonardo da Vincisalgenies der Renaissance. Die Kuratoren und Leonardo-Experten Pietro Mariani und Maria Teresa Fiorio haben zahlreiche Werke zusammen getragen, um die Vielfalt des Schaffens vorzustellen: wissenschaftliche Studien, Gemälde, Skizzen und Zeichnungen, wie der berühmte Codex, veranschaulichen das fortschrittliche Denken des toskanischen Künstlers. Die Schau stellt die Werke Leonardos darüber hinaus in den Kontext seiner Vorgänger und seiner Schüler, von denen ebenfalls Werke ausgestellt sind und zeigt den Einfluss seines Schaffens auf die moderne und zeitgenössische Kunst. Eines der berühmtesten Werke ist allerdings nur als Videoprojektion dabei: das Fresko „Das letzte Abendmahl“ ist als Original nur ein paar Schritte weiter in der Kirche Santa Maria delle Grazie zu bewundern.

Festa della Sensa in Venedig


Die Festa della Sensa hatte für Venedig in den vergangenen Jahrhunderten eine große gesellschaftliche und religiöse Bedeutung: Die Republik Venedig feierte mit dem Fest Christi Himmelfahrt. Heute feiert die Lagunenstadt vor allem das Meer, mit dem sie in einer besonderen Beziehung steht. Besucher Venedigs können dieses Jahr vom 31. Mai bis zum 1. Juni die traditionellen Darbietungen der „Hochzeit mit dem Meer“ miterleben. Prächtige Wasserumzüge, venezianische Ruderwettbewerbe, der Mercatino della Sensa vor der Kirche San Nicolò del Lido und andere Veranstaltungen bilden ein unterhaltsames Rahmenprogramm für eines der schönsten Feste Venedigs.

Zeitgeschehen pur !

Diesmal stand das Herrenhäuser Forum für Zeitgeschehen unter dem Motto: „Aufbruch ins All – Träume vom Himmel und irdische Realitäten“ !

Eingeladen im kleinen Sendesaal des NDR, hatte wie immer die Volkswagenstiftung unter Federführung des Herrn Generalsekretär Dr. Wilhelm Krull. Selbiger begrüßte das Auditorium und die vortragenden Gäste.

Als Gäste eingeladen waren die Historiker Prof. Dr. Bernd Stöver, apl. Professor, Universität Potsdam : mit dem Thema „Welt(t)räume und ihre Grenzen“;

Dr. Alexander C.T. Geppert, Freie Universität Berlin, Leiter der Emmy-Noether-Forschergruppe „Die Zukunft in den Sternen: Europäischer Astrofuturismus und außerirdisches Leben im 20. Jahrhundert“.

Das Zeitgespräch moderierte der Wissenschaftsjournalist des Bayerischer Rundfunks, Florian Hildebrand. Für die beiden hochkarätigen Gesprächspartner hatte die Volkswagenstiftung keine Kosten und Mühen gescheut und einerseits für den operativen Hergang direkt von der NASA Hon.-Prof. Dr. h.c. Jesco von Puttkamer, Office of Space Operations, NASA, und andererseits für die Praxis unseren dreifach Weltraumbummler Dr. Ulf Merbold eingeladen.


Prof. Dr. Bernd Stöver beschrieb den spannenden Werdegang vom hochschießen des ersten Satelliten Sputnik in 1957, über die stetige Eroberung des Weltraums, Nil Amstrong, dem ersten Menschen auf dem Mond, bis hin zur heutigen Planung und Zukunftsdenken einer bemannten Mission zum Mars.

Dr. Alexander C.T. Geppert, gab in seinem Vortrag dem staunenden Publikum die Hoffnung, zumindest hinsichtlich der Science-Fiction, nicht allein zu sein im riesigen Weltenraum.

Das absolute Highlight: die Gesprächspartner Puttkamer und Merbold.

Der eine (Puttkamer) berichtete das Zeitgeschehen der Vorbereitungen, Berechnungen und Erprobungen, der andere (Merbold) von den faszinierenden Reisen durch die „Galaxie“ und den Experimenten an Bord.

Beiden merkte man es an, dass sie bis heute noch immer Feuer und Flamme für das Thema Raumfahrt sind. Hier insbesondere Dr. Ulf Merbold dessen Augen leuchteten, besser gesagt strahlten, wenn er über die unbegreifliche Aussicht aus dem Raumgleiter sprach. Das schwarzeste Schwarz das man sich vorstellen kann und plötzlich ein hell, in allen Blautönen schimmerndes, rundes Etwas. Die Erde.

Alles in allem ein perfekt gelungener Abend.

Immogold bei Lesung von Wibke Bruhns

Lions Clubs Blomberg rief, Wibke Bruhns kam und mit ihr eine volle Aula im Grabbe Gymnasium.

Die bekannte Journalistin und erste Nachrichtensprecherin im Deutschen Fernsehen (1971) stellte ihr neustes?, erstes?, einziges Buch vor. Eine Autobiographie, Titel: Nachrichtenzeit.

Sie erzählte aus ihrem bewegten Leben, insbesondere aus der Begegnung mit Willy Brandt. Seinerzeit sagte man den Beiden eine engere Beziehung nach, als die eines Politikers und einer Journalistin. Vehement und mit aller Überzeugung machte sie dem Auditorium noch einmal deutlich, dass an diesen Gerüchten nicht die Bohne stimmte. Zwar habe sie tüchtig Wahlkampf für ihn und die SPD gemacht, und in 1973 sogar Urlaub mit den Brandts in Norwegen verbracht, aber mehr sei da nie gewesen.

Eine hoch interessante Lebensgeschichte tat sich auf und auf die Frage wann dürfe man das Folgebuch erwarten, schließlich hieße der Untertitel ja „Meine unfertigen Erinnerungen“ lachte sie verschmitzt und ihre Augen glänzten dabei „ich habe Enkel zum knuddeln, lade mir gerne Gäste ein und reise gern um die Welt“. Schreiben? nein Danke, schreiben ist anstrengend.

Gönnen wir der 73jährigen ein Leben ohne schreiben.